Der "Tote Arm"
| Der so genannte "Tote Arm"
dient
der Entwässerung
des Kanals
und liegt zwischen dem Holtenauer Kanalufer und der nördlichen
Schleuseninsel. Es handelt sich um die Mündung des ehemaligen Eiderkanals. Da ein nicht geringer Teil der auf
Schleswig-Holstein
fallenden Regenmengen letztlich in den Nord-Ostsee-Kanal fließt, ist es
von großer Bedeutung, diesen entwässern zu können, so daß eine immer
konstante lichte Höhe unter den Kanalbrücken gewährleistet ist. Das
Entwässungssystem wurde erst bei der Kanalerweiterung von 1907-14
ausgebaut, denn es hatte sich gezeigt, daß der ursprüngliche Plan, den
Kanal über die Schleusen zu entwässern nicht zu realisieren war. Dies
hätte bedeutet, daß die Schleusentore die meiste Zeit über hätten offen
stehen müssen. Heute kann man nach regnerischen Tagen immer wieder beobachten, welche gewaltigen Wassermengen über den Kanal in die Ostsee abfließen. Die im Wasser schwimmenden Flöße aus Baumstämmen werden zum Bau von Dückdalben verwendet. Früher befanden sich am Nordufer des Toten Armes Kleingärten, so daß nur ein lauschiger schmaler Weg am Wasser entlang führte und den Toten Arm von der Kanalstraße abschirmte. Infolge der Kanalerweiterung von 1907 wurde auch der Verlauf zwischen der Prinz-Heinrich-Brücke und der Levensauer Hochbrücke begradigt und erweitert. Vom ursprünglichen Kanalbogen, der mehrere hundert Meter weiter nördlich verlief bliebt noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg ein kleiner Rest gleich hinter der Villa Hoheneck bestehen. |
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