Die Rathmannsdorfer Schleusen ![]()
|
Die Rathmannsdorfer Schleusen waren nach den Holtenauer und den
Knooper Schleusen die dritte Schleusenanlage des Eiderkanals, die die Schiffe auf
ihrem Weg Richtung Rendsburg passieren mußten. Der Höhenunterschied,
der durch diese Schleusen überwunden werden konnte, lag bei pro Schleuse bis zu 2,60
Metern.
Nachdem die Schleusenanlage völlig verfallen und größtenteils
überwuchert war, wurde sie in den Jahren 1984-88 auf Initiative des Canal-Vereins aufwendig restauriert, so daß sich der
Besucher ein Bild des ursprünglichen Zustandes machen kann. Neben den
eigentlichen Schleusenanlagen ist noch das ebenfalls renovierte
Schleusenwärterhaus und der einstige Pferdestall zu sehen. Die
Pferde
zogen die Schiffe bei ungünstigem Wind durch den Kanal
("treideln").
Kleinere Schiffe wurden aber auch durch Menschenkraft fortbewegt. Auf
der Nordseite des Kanals befand sich ein breiterer Pfad für
Pferdegespanne, auf der südlichen Seite ein schmaler Pfad, auf dem
Menschen die Schiffe ziehen konnten.
Siehe auch:
|
![]() Abb.: Die Rathmannsdorfer Schleuse. Große und kleine Schleusenkammer von Nordosten her gesehen. Die kleine
Schleusenkammer diente nicht zur Durchschleusung von Schiffen, sondern
zur Regulierung des Wasserstandes. Deutlich sind die Einfügungen für die Schleusentore zu erkennen. Über
die große Kammer führte eine Zugbrücke, über die kleine Kammer eine
fest verankerte Brücke. Auf der Nordseite des Teilstücks führt ein Wanderweg entlang, der von
Rathmannsdorf zum Restaurant Kanalfeuer führt.
![]() Abb.: Am Eiderkanal. Der Wanderweg am Nordufer des Eiderkanals, der leider in einem sehr
schlechten Zustand ist. Hier führte in früheren Zeiten der alte
Treidelpfad für die Treidelpferde entlang, während es am Südufer nur
ein schmaleren Pfad für menschliche Zugkräfte gab.
|
© Bert Morio 2011 [Home] - [Index]