Meierhof Holtenau

Holtenau gehörte für über zwei Jahrhunderte zum Gut Seekamp, das um 1600 am Ort der heutigen Dankeskirche einen Meierhof errichtete, der scheinbar während der Kriegswirren des Dreißigjährigen Krieges im Jahre 1627 verwüstet wurde. Anschließend wieder aufgebaut wurden die Gebäude jedoch im Jahre 1680 erneut aufgegeben und der Meierhof zuerst auf die Stüffkoppel, d. h. in die heutigen Stifter Gegend, wo neue Wirtschaftsgebäude errichtet wurden, verlegt. Im Jahre 1685 hieß der Meierhof in den Urkunden folglich auch nur noch “neuer Meierhof bei Holtena”. Zu dieser Zeit, genauer gesagt im Jahre 1686, taucht in den Dänischenhagener Kirchenbüchern zum ersten Mal der Name “Stift” auf.

Die Ländereien des Holtenauer Meierhofes wurden an die Bauern verteilt, die Gebäude blieben teilweise noch bis ins 18. Jahrhundert bewohnt. Der verstorbene Heimatforscher Nikolaus Detlefsen nennt als Ort des Holtenauer Meierhofes einen Platz südlich der Kastanienallee, worauf auch die Tatsache hinweist, daß die Kastanienallee früher “Meierredder” hieß und rechter- und linkerseits die “Meierkoppeln” lagen und wahrscheinlich bezieht sich auch Gloy in folgenden Zitat auf diesen Meierhof im Gebiet der heutigen Dankeskirche:
“Nicht weit von Knoop lag ein der Familie v. Buchwaldt gehöriger adeliger Hof Holtenau, der schon früh niedergelegt wurde, wobei seine Gemarkung mit Seekamp vereinigt worden ist. Mauerreste des alten Herrenhauses waren noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts in einem mit Busch bewachsenen Hügel am Ostende des Dorfes erhalten, ...”


© Bert Morio 2011 [Home] - [Index]