Historische Karten


Die geografische Entwicklung im Südosten des Dänischen Wohldes läßt sich veranschaulichen, wenn man verschiedene Karten dieses Gebietes aus den letzten vier Jahrhunderten vergleicht:

  • Karte Johann Mejers von 1652: Es sind 5 Siedlungen eingezeichnet: die Festungsanlage Christianspries, der Meierhof Holtenau, das Gut Seekamp, die Gutsdörfer Pries und Schilksee.
  • Topografisch-militärische Karte des Majors von Varendorf von 1789–97: hier sind der Meierhof Stift und die Häuser an der Kanalmündung (der fiskalische  = Kanaldistrikt) hinzu gekommen.
  • Karte von 1877: hier ist Holtenau als Wegedorf mit regelmäßigen Blockfluren zu sehen, die Hofstellen liegen auf beiden Seiten der der Obenflächenform angepaßten Dorfstraße. Auf dieser Karte findet sich im Mündungsgebiet der Steckendammsau noch die Kate "Donaschloß".

Die Ortsgrenzen

Die beiden folgenden Zitate verdeutlichen, wie schwer eine genaue Eingrenzung des Holtenauer Gebietes ist:

„Holtenau. Dorf im Gute Seekamp in malerischer Lage an einer Anhöhe an der östlichen Mündung des Eider-Kanals, 3/4 Meilen nördlich von Kiel, Eckernförderharde, Kirchspiel Dänischenhagen. Holtenau war in früherer Zeit ein adelicher der Familie v. Buchwald gehöriger Hof an der Levensaue, wo sich noch am östlichen Ende des Dorfes Spuren von Gebäuden fnden; besonders enthält ein mit Buschwerk bewachsener Hügel Blocksberg bedeutende Ueberreste. Dieser Hof ist späterhin eingegangen und die Ländereien sind mit Seekamp vereinigt. Holtenau besteht jetzt aus 4 Vollhufen, 2 Halbhufen, 4 Viertelhufen, 5 Kathen und 20 Instenstellen. Ebenfalls führt den Namen Holtenau die östlich vom Dorfe belegene Königliche Zollstätte mit Beamtenwohnungen und einem Packhause, und die westlich vom Dorfe belegene Kanalschleuse mit 2 Wirthshäusern, welche beide zum Amt Hütten, Hüttenharde gehören. Unter den Einwohnern sind: 1 Zollverwalter, 1 Packhausverwalter, 1 Controlleur, 1 Lootse, 1 Schleusenwärter. Die Schleuse bei Holtenau ward im Jahre neu erbaut; sie erhielt den Namen Fiedrichschleuse und wird für ein höchst vollendetes Werk gehalten. Areal zum Gute Seekamp 451 Steuertonen; zum Amt Hütten 38 Steuertonnen. Der Boden ist eben, mehr lehmigt als sandigt und sehr fruchtbar. Schulen: Districtsschule. Gewerbe: 5 Wirthshäuser. 1 Pferdeentrepreneur, 4 Spediteure, 1 Schmid und 1 Tischler.” (Johannes von Schröder und Jürgen Hermann Biernatzki: Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg, des Fürstenthums Lübeck und des Gebietes der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck (Allgemeiner Theil, Repertorium A–H), Oldenburg, 1855.)

„Holtenau b. Kiel. – Wirthshaus mit Katen, zum Kirchspiel Kiel gehörig. – 4 H. 21 E. – Königreich Dänemark. – Herzogtum Holstein. – Amt Cronshagen. – Holsteinisches Obergericht, resp. Oberconsistorium Glückstadt. – Das Wirthshaus Holtenau mit 2 Katen, zum Dorfe Wik gehörig, liegt amschleswig-holsteinischem Kanal. Vor Anlegung des Kanals hieß die unbewohnte Gegend Auberg.” (Johann Friedrich Kratzsch: Vollständiges topographisch-justitiarisches Handbuch der sämtlichen Deutschen Bundesstaaten, Zweite Abteilung, Erster Band, Naumburg 1845, S. 670.)

Karten von Holtenau


Abb.: Karte von 1881.

Abb.: Karte des Voßbrook 1881.

Abb.: Holtenau nach 1914.


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