Dampferbrücke

Von der Höhe des Leuchtturms führt eine breite Treppe herunter auf eine den Leuchtturmhügel umrundende asphaltierte Straße. Direkt gegenüber dieser Treppe befand sich bis in die achtziger Jahre eine Dampferbrücke für Fördedampfer.

Ursprünglich hatte es auf der Kieler Förde drei Dampferlinien gegeben: die "Neue Dampfer Compagnie" (NDC), deren schwarze Dampfer nach Laboe, Strande und um das Feuerschiff Kiel fuhren. Die 1887 gegründete NDC verfügte 1911 über 29 Dampfer. Neben der NDC gab es noch seit 1905 die "Weiße Dampferlinie", die von der Kieler Innenstadt aus nach Falkenstein fuhr, sowie die "Blaue Dampferlinie" auf der Strecke vom Seegarten nach Neumühlen-Dietrichsdorf. Die Blaue Dampferlinie wurde im Jahre 1965 als letzte private Passagierlinie in die KVAG eingegliedert.

Von der ehemaligen Dampferbrücke stehen nur noch kümmerliche Reste. Eine große Treppe führt vom der Höhe des Leuchtturms  herunter, nur verliert diese ohne Verlängerung durch eine Dampferbrücke völlig ihren Sinn. Ganz anders sah es hier noch Anfang des Jahrhunderts aus. Damals standen am Anfang der Brücke noch zwei kleine Häuschen auf beiden Seiten der Brücke. Anfangs hatte die Dampferbrücke ein I-förmiges, später dann ein T-förmiges Aussehen. Im Jahre 1992 wurde der Fähranleger Holtenau aufgrund des gesunkenen Passagieraufkommens geschlossen.

Seit 2003 bemüht sich der Arbeitskreis Pro Holtenau um eine Wiederanbindung Holtenaus an die Fördeschiffahrt und brachte über den Ortsbeirat Holtenau entsprechende Anträge in die Ratsversammlung ein.

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