Die Burg bei Bülk

Seit dem 14. Jahrhundert befand sich auf der Bülker Huck eine Turmhügelburg (eine so genannte "Motte"), die der Sage nach dem berüchtigtem Seeräuber Klaus Störtebeker gehört haben soll. Die Wasserburg, die in späterer Zeit als Ziegelsteinbau ausgeführt war, zerfiel zusehends und wurde Ende des 18. Jahrhunderts abgerissen, das Baumaterial in den Höfen der Umgebung - insbesondere in den Gutshäusern von Alt-Bülk - verbaut. Die Anlage war ursprünglich von einem Wassergraben umgeben, so daß die eigentliche Burg nur über eine Holzbrücke zu erreichen war.
„Südlich von Bülk, unweit des Strandes, lag vormals das Schloss in einer Niederung, welches mit ansehnlichen Verteidigungsanlagen in runder Form umgeben war, von denen man noch bedeutende Überreste sieht; der breite Burggraben ist noch mit Wasser angefüllt; auf dem Platze des alten Schlosses liegen noch viele Fundamente und Mauersteine, und auf dem zum Schlossplatze führenden Damme eine unzählige Menge Feldsteine. Westlich von dieser Ruine, in der Nähe des Gutes Eckhof, liegt ein, mit einem starken Wassergraben umgebener, hoher, mit Bäumen bewachsener Berg, der einen Umfang von !2U Ellen hat, und noch jetzt den Namen „die Störtebekerinsel“ führt. Vormals soll auf diesem Berge ein, durch den ehemaligen Holzreichtum der Gegend versteckter Wartturm gestanden haben, von welchem aus der bekannte Seeräuber Störtebeker das Meer beobachtete.“ (Schröder: Topographie von Schleswig. 1837. S. 167.)
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"Schließlich sagt man, daß dem berühmten Helden einst auch Schloß Bülk an der Einfahrt zum Kieler Hafen gehörte. Dort ganz in der Nähe stand ebenfalls ein Wartturm, auf einem hohen, mit Bäumen bestandenen und von Gräben umgebenen Berg, und diesen nennen die Leute noch immer die Störtebeker-Insel."
Die gesamte - leider kaum noch erkennbare - Burganlage gilt als Kulturdenkmal und fällt unter die Zuständigkeit des Denkmalschutzgesetzes des Landes Schleswig-Holstein.
„Das heutige Bild zeigt einen eher kleinen, spärlichen Rest der Anlage, die mit ihrer ursprünglichen Ausdehnung kaum noch vergleichbar ist. Es existieren keinerlei Spuren einer Ruine, also erwartet nicht zu viel. Im Sommer ist es um so schwerer einen Gesamtüberblick über die Anlage zu bekommen, da die Vegetation die Konturen der Anlage mit seiner Umgebung verschwimmen lässt. Nur ein geschultes Auge mag sofort erkennen was da vor einem liegt." (1)

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1) http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0b765dc3-4f43-49b8-8a04-5028deed26eb "GC29EBG Die Burg bei Bülk (Traditional Cache) in Schleswig-Holstein, Germany created by GödekeMichel"

Burg Bülk
Abb.: Die Burg bei Bülk.

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