Bilder aus dem alten Holtenau

Holtenauer Leuchtturm

und ein Wasserflugzeug der Kaiserlichen Seeflieger. Im Hintergrund die Kaiserliche Flotte auf Reede in der Kieler Förde. Diese alte Postkarte ist natürlich eine Photomontage, sie zeigt aber genau jene Faktoren, denen Holtenau sein rasantes Wachstum am Ende des 19. Jahrhunderts zu verdanken hat.

Am Leuchtturm

Am Holtenauer Bootshafen.

Hier gab es früher einen Steg zwischen dem Lotsenturm und dem "Mäuseturm".
Am Bootshafen

Die Prahmdrehbrücke über den Kaiser-Wilhelm-Kanal.

Die Pramdrehbrücke war der Vorgänger der Prinz-Heinrich-Brücke.
Pontonbrücke über den KWK

Segelschiffe am Holtenauer Kai.

Hier befand sich vor dem Kanalpackhaus auch ein großes Holzlager, das zuletzt zur Firma Grimm gehörte. Anfang hatte der Kai eine Steinmauer. Hier befand sich in früherer Zeit in der Nähe des Obelisken auch eine kleiner Leuchtturm.
Am Kai

Die alte Schmiede am Nixenweg Ecke Gravensteiner Straße.

Im Hintergrund das Waschhaus der "Waffenschmiede". Die alte Schmiede befand sich genau gegenüber dem Haus Wafenschmiede Nr. 1 und wurde kurz nach dem Bau der dortigen Häuser abgerissen.
Alte Schmiede

Eiswinter 1928/29:

Im Eiswinter lagen vor der Holtenauer Dampferbrücke Dutzende von Frachtschiffen fest. Da die Holtenauer Lotsen in dieser Zeit keine Arbeit hatten, gründeten einige den Lotsengesangverein "Knurrhahn". In frühen Jahren wurde Holtenau regelmäßig von den verschiedenen Fährlinien, die auf der Kieler Förde verkehrten, angefahren und die Dampferbrücke machte mit den beiden kleinen Wartehäusern einen imposanten Eindruck.
Eiswinter 1928/29

Fort Holtenau.

Das Fort Holtenau war eines der vielen Forts im Umkreis der Kieler Förde, die den wichtigsten Kriegshafen des Kaiserreiches schützen sollten und lag auf dem Gebiet des heutigen Flughafens. Auf diesem Photo sieht man die ehemaligen Kasematen, die vor feindlichen Beschuß schützen sollten. Heute erinnern nur noch die in den letzten Jahrzehnten bei Bauarbeiten wiederentdeckten Rayonsteine am Dittmarweg und in der Gravensteiner Straße an das ehemalige Fort.
Fort Holtenau

Königstraße Ecke Schwester-Therese-Straße.

Blick in die Königstraße Richtung Osten. Im Zweiten Wetkrieg wurde eines der beiden größeren Wohnhäuser links durch einen Bombentreffer zerstört.
Königstraße

Bei den Kaiserlichen Seefliegern.

Die Seefliegerstation wurde 1913 nach Holtenau verlegt. Hier fanden vor allem die Ausbildung und die Erprobung neuer Technologien statt. Während des Ersten Weltkrieges wurden von hier aus die Zugänge in die Ostsee überwacht. Holtenau wurde auch als Mutterstation der Deutschen Seefliegerei bezeichnet. Einer der bekanntesten Kommandanten der Holtenauer Seeflugstation war der "Flieger von Tsingtau" Gunther Plüschow.
Bei den Seefliegern

Die alte Gaststätte Waffenschmiede am Nixenweg.

Rechts die alte Schmiede. Der Name "Waffenschmiede" geht auf eine umfangreiche Waffensammlung zurück, die in den Räumen der Gaststätte zu bewundern war. Im Sommer 1944 wurden die Gebäude durch Bombentreffer zerstört.
Die alte Waffenschmiede

Das Riesenflugboot Do X an der Holtenauer Ablaufbahn.

Kommandant war der ehemalige Holtenauer Seeflieger Friedrich Christiansen, der mit der Do X eine spektakuläre Atlantik-Überquerung unternahm. Christiansen wurde während des Zweiten Weltkrieges Oberbefehlshaber in den Niederlanden und nach Kriegsende als Kriegsverbrecher verurteilt.
Do X an der Ablaufbahn

Die Treidelpferdescheune des Bauern Schulz.

Sie befand sich am Hang unterhalb des heutigen Kurt-Engert-Hauses. Hier wurde die Pferde bereitgestellt, die die Segelschiffe durch den Eiderkanal zogen (treidelten). Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Heute führt hier eine Treppe zum Kurt-Engert-Haus hinauf.
Treidelpferdescheune Bauer Schulz

Auf der Eiderkanalinsel.

Blick nach Westen Richtung Knoop. Nach dem Bau einer zweiten Holtenauer Eiderkanalschleuse enstand zwischen den beiden Schleusen eine kleine mit drei Häusern bebaute Insel. Ein restauriertes Schleusenwärterhaus findet sich heute noch bei Rathmannsdorf.
Auf der Eiderkanalinsel

Das Fort Holtenau aus der Luft.

Das Fort Holtenau befand sich auf dem Gelände des heutigen Flughafens in der nähe der Kate Diestelrade und wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages geschleift. die größte Festung an der Kieler Förde war die Festung Friedrichsort. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges wuden infolge der Rayongesetze Teile des Waldes Voßbrook und einzelne Häuser, die das Schußfeld störten gerodet bzw. abgerissen.
Fort Holtenau Luftbild

Der Gasthof Friedrichschleuse.

Lag am Kaiser-Wilhelm-Kanal auf Höhe der Prinz-Heinrich-Brücke. Mehrere ehemalige Holtenauer Gaststätten fielen der Kanalerweiterung zum Opfer.
Gasthof Friedrichschleuse

Die Gartenbauschule Holtenau.

Sie war eine der ersten Gartenbauschulen für Frauen in Deutschland.
Gartenbauschule Holtenau

Kaiser-Wilhelm-Denkmal.

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal wurde von Wilhelm II. zum Gedanken an seinen Großvater Wilhelm I. errichtet, der sich für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals einsetzt hatte und unter dessen Herrschaft der Kanalbau begonnen wurde. Das Denkmal wurde 1944 eingeschmolzen, der Sockel in den 1950er Jahren abgerissen.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Die erste Kanalerweiterung 1907-1914.

Es stellte sich recht schnell heraus, daß der Kaiser-Wilhelm-Kanal für die neu entwickelten Kriegsschiffe zu klein geraten war, so daß schon nach knapp zwei Jahrzehnten mit einer Erweiterung des Kanals begonnen wurde, die mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges noch nicht abgeschlossen war. Holtenau erhielt die Neuen Schleusen, einen großen Binnenhafen und die Prinz-Heinrich-Brücke.
Kanalerweiterung 1907/14

Lotsenturm am Bootshafen.

Hier wurde Ausschau nach in die Kieler Förde einlaufenden Schiffe gehalten und diese dann den Lotsen gemeldet.
Lotsenturm

Villa Hoheneck und die alte Kanalkurve.

Auf dem Bild kann man gut erkennen, daß der ursprüngliche Kanalverlauf hinter der Villa Hoheneck in einem großen engen Bogen am Rande des Waldes auf die Levensauer Hochbrücke zulief. Diese Kurve wurde im Rahmen der Kanalerweiterung 1907/14 begradigt, das alte Kanalbett größtenteils wieder aufgefüllt. Rechts die Villa Hoheneck.
Villa Hoheneck

Der gesprengte Wendenburg-Bunker.

Der nach dem letzten Holtenauer Gemeindevorsteher Ewald Wendenburg benannte Bunker in der Schwester-Therese-Straße wurde nach Kriegsende von den Alliierten gesprengt.
Wendenburgbunker

Die "Wartehalle", der spätere "Fördeblick".

Im Hintergrund der Wartehalle der Tonnenhof und die Seeflugstation.
Wartehalle

Die Ablaufbahn der Seeflugstation.

Hier rollten die Wasserflugzeuge von Land aus ins Wasser.
Wasserflugstation

Piloten der von Holtenau aus fliegenden Tarnorganisation SEVERA.

Da es dem Deutschen Reich aufgrund der Versailler Verträge verboten war, eine militärische Luftfahrt zu betreiben, wurden die zukünftigen Militärpiloten in der Tarnorganisation SEVERA (Seeflugzeug-Versuchsabteilung) ausgebildet, in enger Beziehung zur Deutschen Lufthansa. Nachdem das Dritte Reich die Beschränkungen der Siegermächte abgeschüttelt und wieder eigene Luftstreitkräfte aufgestellt hatte, wurden von Holtenau aus mit speziellen Höhenflugzeugen geheime Spionageflüge über polnisches Staatsgebiet unternommen.
Severa

Restaurant "Zur Kanalmündung".

Die kleine Gaststätte befand sich neben dem Kanalpackhaus.
Waffenschmiede

Obstgarten Holtenau.

Frau Martha Back führte neben der Gartenbauschule Holtenau auch noch dieses Ausfluslokal in Holtenau.
Obstgarten Holtenau

Lager Waffenschmiede.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg gab es im Bereich der Waffenschmiede ein Lager der "Deutschen Arbeitsfront" (DAF). Während des Krieges wurden hier Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene aus verschiedenen europäischen Ländern festgehalten. Nach Kriegsende wurde ein Teil der in Holtenau gestrandeten Flüchtlinge aus den von der Roten Armee eroberten Deutschen Ostgebieten hier untergebracht. Neben dem Lager Waffenschmiede, befanden sich noch Lager am Tiessenkai und am Schusterkrug. Auch in der durch die Alliierten konfiszierten "Villa Hoheneck" wurden Flüchtlinge untergebracht.
Russische Kriegsgefangene mußten auch bei der Holtenauer Marineflak-Abteilung am Jägersberg neben "Flakhelfen" bzw. "Marinehelfern" aus veschiedenen Schulen als so genannte "Hiwis" aushelfen.

Lager Wafenschmiede.

Beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals.

Hier kreuzt sich das neue Kanalbett mit dem des Eiderkanals. Es ist deutlich zu erkennen wie eng die damals geplanten Kurvenradien waren und das gerade hier zwischen Holtenau und Knoop eine Begradigung stattfinden mußte.
Bau des KWK

Kolonialwarenladen Dieckmann.

Das Geschäft war der erste Lebensmittelhändler in Holtenau und befand sich in der Johann-Sump-Straße. Heute ist die Fleischerei Mogensen das älteste Holtenauer Geschäft.

Kolonialwaren Dieckmann

Das Kanalpackhaus 1951.

Hier sieht man, wie nötig die in den 1980er Jahren erfolgte Sanierung des Kanalpackhauses war. Vor dem Umbau wurde es von der Firma Grimm benutzt.
Kanalpackhaus 1951
 
Wird fortgesetzt ...

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