Holtenau und die Kunst

Holtenau und der Nord-Ostsee-Kanal waren nicht nur Thema verschiedener Künstler, für einige war und ist es Heimat geworden. Überregional bekannte in Holtenau lebende Künstler sind der Marinemaler Hans Peter Jürgens und die Malerin Antje Marczinowski.

Hans Peter Jürgens

Der ehemalige Lotse Hans Peter Jürgens machte kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges seine erste Reise als 15jähriger Schiffsjunge auf der Viermastbark “Priwall” nach Chile. Mit dieser Reise begann aufgrund des Kriegsausbruchs und der britischen Seeblockade eine siebenjährige Odyssee. Nachdem er auf dem deutschen Blockadebrecher “Erlangen” abkommandiert wurde und dieser durch die britische Marine aufgebracht wurde gerät Jürgens schließlich in ein kanadisches Gefangenenlager. Hier beginnt Jürgens damit sich bei einem Kunstprofessor in der Malerei auszubilden zu lassen. In der Nachkriegszeit arbeitete Hans Peter Jürgens schließlich als Kapitän und Lotse und ließ sich in Holtenau nieder. Er war bis zu ihrer Auflösung im Jahr 2004 Präsident der deutschen Kap-Horn-Vereinigung.
Seine Erlebnisse auf der ersten Reise wurden im Jahr 2008 in dem Buch "Sturmkap" im Ankerherz-Verlag veröffentlicht.

Antje Marczinowski

Die inzwischen vor allem in Berlin lebende Malerin Antje Marczinowski hat wie ihre ebenfalls malende Mutter viele Holtenauer Motive dargestellt wie u. a. den Holtenauer Tiessenkai mit dem Kanalpackhaus.

Fritz Stoltenberg

Obwohl kein Holtenauer hielt auch der Maler Fritz Stoltenberg viele Motive aus der Zeit des Kanalbaus fest, wobei aus historischer Sicht besonders eine Totalansicht der Kanalmündung aus dem Eröffnungsjahr 1895 bemerkenswert ist, zeigt sie doch die damals noch recht spärliche Bebauung zwischen dem alten Ortskern an der heutigen Richthofenstraße und dem Gebiet des ehemaligen Kanaldistriktes. Und das Gebäude des Maschinenhauses steht noch am Südufer des Kanals.

Ernst Herther

Viele der im Zuge des Kanalbaus entstandenen Kunstwerke stammen aus der Hand des Berliner Künstles Ernst Herther, leider wurden während des Zweiten Weltkrieges sowohl das gewaltige Kaiser-Wilhelm-Denkmal als auch eine Plastik an der Nordseite des Leuchtturms eingeschmolzen.

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